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Handwerker bei der Arbeit

23.02.2026 Kathrin Schelling

Erst testen, dann durchstarten: Das Freiwillige Handwerksjahr

Ein Freiwilligendienst im Handwerk? Das geht tatsächlich – und zwar in einem Pilotprojekt, das nicht nur bei Jugendlichen, sondern auch bei den beteiligten Betrieben hervorragend ankommt.

Wer noch nicht ganz sicher ist, wie’s nach der Schule weitergehen soll, ist oft mit einem Freiwilligendienst gut beraten. Beim Ausprobieren findet man schließlich schnell heraus, welcher Beruf der richtige ist – und ein Taschengeld gibt’s gleich noch obendrauf.

Ein Erfolgsmodell, das nun auch im Handwerk getestet wird.

🔹Die Vorteile des Freiwilligendienstes🔹

Wer sich für einen Beruf im Handwerk interessiert, hat in Deutschland zwei Optionen: Praktikum oder Ausbildung. Erstmal reinschnuppern und dabei ein bisschen eigenes Geld verdienen, das gibt’s in diesem Bereich bisher kaum. Um daran etwas zu ändern, hat die Handwerkskammer Lübeck im Sommer 2024 gemeinsam mit dem Schleswig-Holsteinischen Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) das »Freiwillige Handwerksjahr« – kurz: FHJ – ins Leben gerufen.

Innerhalb von zwölf Monaten können Jugendliche aus Schleswig-Holstein in diesem Pilotprojekt vier Handwerksberufe ihrer Wahl erkunden. Die dürfen auch gern bunt gemischt sein. Wer sich erst bei Konditor und Floristin, dann beim Fliesenleger und zum Schluss noch in der Autowerkstatt bei den Mechatronikern durchprobieren möchte, kann das problemlos tun.

Für die Jugendlichen hat das den Vorteil, dass sie mit dem FHJ ganz ohne Stress herausfinden können, welche Berufe zu ihnen passen. Und auch für die beteiligten Unternehmen ist das System ein Gewinn: Sie finden durch das FHJ Auszubildende, die bereits wissen, was auf sie zukommt. Das kann die Abbrecherquote deutlich senken.

🔹So funktioniert das »Freiwillige Handwerksjahr«🔹

Jede der vier Stationen ist auf vier Monate angelegt. Wer schon den richtigen Beruf gefunden hat, kann aber auch mittendrin die Handbremse ziehen und zum nächstmöglichen Termin in die Ausbildung wechseln. Damit bietet dieser ganz besondere Freiwilligendienst noch ein bisschen mehr Flexibilität als andere Modelle.

Im Kammerbezirk Lübeck gibt’s für die Freiwilligen außerdem ein Taschengeld von 450 Euro brutto im Monat. Das entspricht der durchschnittlichen Vergütung in den bereits etablierten Freiwilligendienst-Modellen. Und natürlich haben sie auch einen Urlaubsanspruch, der sich an den Regelungen des jeweiligen Betriebs orientiert.

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