
26.01.2026 ● Kathrin Schelling
Eat the Frog first
Selbst echte Traumjobs bringen hin und wieder Tasks mit sich, auf die niemand wirklich Lust hat. Auf die lange Bank schieben sollten wir die aber nicht. Ganz im Gegenteil.
»Eat the frog first«, das ist ein Ratschlag, den keiner gerne hört. Woher er ursprünglich stammt, ist unbekannt. Meist wird er dem US-amerikanischen Schriftsteller Mark Twain (1835–1910) zugeschrieben, der – sinngemäß übersetzt – gesagt haben soll: »Wenn ich schon eine Kröte schlucken muss, dann am besten zum Frühstück. Danach kann der Tag ja nur besser werden.« Und so unangenehm der Gedanke ist, mit einem solchen »Krötenfrühstück« in den Arbeitstag zu starten: Es hat durchaus Vorteile.
Kröte am Morgen verhindert Kummer und Sorgen
Je länger wir unangenehme Aufgaben vor uns herschieben, desto größer ist das Risiko, dass sie sich zu einem echten Problem entwickeln. Zum einen beschäftigen uns die Kröten auch, während wir sie vermeiden – schließlich denken wir immer wieder darüber nach, dass diese Aufgaben noch anstehen und wie wenig Lust wir darauf haben. Das kostet unterm Strich mehr Zeit und Nerven, als wenn wir uns gleich darum kümmern.
Zum anderen wird es aber auch knifflig, wenn wir diese Tasks bis zuletzt aufschieben. Wenn wir gar nicht mehr um sie herumkommen, fehlt uns oft die Energie dafür, sie schnell zu erledigen. Deshalb ist es sinnvoll, diejenigen Aufgaben, die wir als unsere ganz persönlichen Kröten identifiziert haben, so früh wie möglich in Angriff zu nehmen.
Kröten-Sandwich? Schmeckt auch nicht besser!
Okay, die Kröte muss weg. Aber müssen wir sie wirklich als allererstes schlucken, quasi auf nüchternen Magen? Wäre es nicht viel motivierender, mit einer schönen Aufgabe in den Tag zu starten? Eine 2023 veröffentlichte Studie der WHU – Otto Beisheim School of Management zeigt: Das klingt zwar nach einer guten Idee, ist aber leider keine.
Wer versucht, sich mit der Sandwich-Technik zu retten und seine Kröten zwischen Lieblingsaufgaben zu packen, ist am Ende des Arbeitstages oft noch erschöpfter. Das liegt daran, dass wir durch den Wechsel den Kontrast deutlicher spüren. Wer eben noch Spaß an der Arbeit hatte, muss sich viel stärker dazu durchringen, anschließend etwas Unangenehmes zu erledigen. Deshalb kostet ein »Kröten-Sandwich« mehr Energie, als wenn wir uns gleich zum Start in den Tag sagen: Augen zu und durch!
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