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Krebshilfe

13.04.2026 Kathrin Schelling

Onkologische Pflege: Neue Lehrstühle, neue Studiengänge!

Die Versorgung von Krebspatienten ist doppelt anspruchsvoll. Zum einen werden die Behandlungsmöglichkeiten immer komplexer. Zum anderen gilt es, Patienten und Angehörige auch bei der Bewältigung psychischer Herausforderungen zu unterstützen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, durchlaufen Pflegekräfte in immer mehr Ländern weltweit eine besondere Ausbildung, etwa in Form einer Weiterbildung oder mit einem auf die Pflege von Krebspatienten spezialisierten Studiengang. Ersteres gibt es längst auch in Deutschland – z. B. am Universitätsklinikum Tübingen. Hier können Pflegekräfte, die zwei Jahre Berufserfahrung in der Gesundheits- oder (Kinder-)Krankenpflege mitbringen und mindestens sechs Monate in der Onkologie tätig waren, die berufsintegrierte »Weiterbildung Onkologische Pflege« absolvieren.

Bei den auf Onkologie spezialisierten Pflegestudiengängen sieht es hierzulande bisher allerdings mager aus. Die gute Nachricht? Das soll sich in den nächsten Jahren ändern!

🔹Neue Aus- und Weiterbildungswege für die Pflege🔹

Mit insgesamt drei Millionen Euro fördert die Deutsche Krebshilfe aktuell die Einrichtung von zwei neuen Pflege-Professuren – die eine soll in Halle an der Saale entstehen, die andere in Freiburg im Breisgau. Diese neuen Lehrstühle sollen nicht nur die Forschung im Bereich der Onkologie vorantreiben, sondern vor allem dazu dienen, neue Masterstudiengänge zu etablieren, die Pflegekräfte gezielt auf die Betreuung von Krebspatienten vorbereiten.

Ein ähnliches Projekt läuft an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz. Hier wird derzeit ein Masterstudiengang »Pflege in der Onkologie« entwickelt, der schon im Wintersemester 2027/28 in die erste Runde gehen soll. Ein besonderer Aspekt dieses Studiengangs ist die Durchlässigkeit zwischen Beruf und Hochschule, die er ermöglichen soll: Diesen Master sollen auf jeden Fall auch Pflegekräfte ohne Hochschulzugangsberechtigung machen können. Als Qualifikation für die Zulassung werden für sie voraussichtlich einzelne Module aus der bereits erwähnten Fachweiterbildung »Pflege in der Onkologie« dienen.

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