
09.02.2026 ● Kathrin Schelling
Wie steht es 2026 um die deutsche Wirtschaft?
Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt? Werden in den kommenden Monaten neue Stellen geschaffen oder bestehende abgebaut? Wie produktiv werden wir alle dieses Jahr sein? Steht Wirtschaftswachstum ins Haus oder sollten wir mit einem eher turbulenten Jahr rechnen? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich die »IAB-Prognose 2025/2026«.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit. Hier werden unablässig Daten über die deutsche Wirtschaft gesammelt, um Trends sichtbar zu machen – und ausgehend davon einen Blick in die Zukunft zu werfen.
Was die Experten für 2026 voraussehen? Wir zeigen es Ihnen.
🔹Die Wirtschaftslage beruhigt sich allmählich🔹
Die richtig gute Nachricht gleich zuallererst: Es sieht so aus, als würde sich die Lage 2026 wieder stabilisieren. Nach dem Dauerkrisenmodus der vergangenen Jahre könnte nun endlich wieder etwas ruhigeres Fahrwasser folgen. Allerdings wird sich die Wirtschaft nicht von heute auf morgen erholen. Mehrere konjunkturschwache Jahre in Folge haben schließlich ihre Spuren hinterlassen. Deshalb gilt bei allem Optimismus: Bitte keine großen Erwartungen!
Die IAB-Experten sagen zwar für dieses Jahr voraus, dass das Bruttoinlandsprodukt um 1,1% wachsen wird, doch ist diese Zahl mit Vorsicht zu genießen – denn hier geht es immer um den direkten Vergleich zum Vorjahr. Und 1,1% mehr als in einem schwachen Jahr, das ist zwar eine positive Entwicklung, unterm Strich aber (noch) kein Grund zum Feiern.
🔹 Manche Branchen stabilisieren sich schneller🔹
Die besten Aussichten haben 2026 öffentliche Dienstleister sowie Erziehungs- und Gesundheitsberufe. In diesen drei Bereichen soll laut IAB-Prognose die Zahl der Mitarbeiter um insgesamt 1,1% wachsen. Das mag im ersten Moment nicht nach viel klingen, aber für die Einrichtungen in diesem Bereich dürften die rund 129.000 neuen Mitarbeiter, die hinter diesem scheinbar kleinen Prozentsatz stecken, doch einen großen Unterschied machen.
Den größten Rückgang der Mitarbeiterzahlen erwartet das IAB indes im produzierenden Gewerbe. Hier werden laut der Prognose für 2026 in den kommenden Monaten insgesamt 74.000 Stellen abgebaut werden. Das ist allerdings auch der bei weitem heftigste Knick, den die Experten voraussagen. Bei den Unternehmensdienstleistern – das ist die am zweitstärksten vom Abbau betroffene Branche – sollen »nur« 37.000 Stellen betroffen sein.
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